Schloss Grünberg

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Die Schlossadresse:
OU Klaster (zamek Zelena Hora)
Klaster 1
335 01 p. Nepomuk 1
Tschechische Republik

Die Schlossbesichtigung:

Auf dem Weg zum Schloss, hinter dem Tor auf der linken Seite steht ein Gebäude in dem der Burggraf wohnte. Auf der rechten Seite steht ein runder Turm, in dem seit dem Jahr 1560 eine Büttelei war. Auf dem Vorplatz steht die Mariä Himmelfahrt Kirche. Sie befindet sich auf der Stelle, oberhalb eines Felsbrockens, auf welchem der Legende nach der hl. Adalbert (Vojtěch) stand und nach einer sieben Jahre langen Dürre den Regen erbeten hat. Danach ergrünte der ganze Berg. Seit dieser Zeit heißt er Zelená Hora – Grünberg. In der Sakristei der Mariä Himmelfahrt Kirche waren im Jahr 1449 die böhmischen Kronjuwelen versteckt. Das Gotteshaus ließ in der heutigen Form im Jahre 1688 Wenzel Adalbert von Sternberg weihen. Seitlich der Kirche stehendes Gebäude diente früher als großer Pferdestall.

Die ersten schriftlichen Nachrichten über Zelená Hora stammen aus dem Jahr 1221. In den Jahren 1436 bis 1454 baute hier Hynek Krušina von Švamberk (Schwamberg) eine steinerne Burg. In den Jahren 1670 bis 1688 ließ Wenzel Adalbert von Sternberg die Burg in ein barockes Schloss umzubauen. Das Adelsgeschlecht Sternberg residierte auf dem Grünberg bis zum Jahr 1726, danach bis zum Jahr 1784 das Adelsgeschlecht von Martinic. Nach den Martinic kamen bis zum Jahr 1852 Colloredo-Mansfeld. Die letzten adeligen Besitzer waren bis zum Jahr 1931 die Auersperg. Nach dem Jahr 1938 war das ganze Objekt in den Händen der deutschen Wehrmacht. Seit der Zeit verfiel das Schloss. Im Jahr 1950 übernahm die Verwaltung das tschechoslowakische Militär. Soldaten, die hier ihren Wehrdienst ableisten mussten, ruinierten das Schloss total. Nach der Samt-Revolution ging das Schloss Zelená Hora im Jahr 1992 in den Besitz der Ortschaft Klášter (Kloster) über.

Das Schloss Zelená Hora weist eine architektonische Einfachheit auf. Es wurde in einer Hufeisenform mit zwei Stockwerken gebaut. Der Dachboden wurde im 19. Jh. zur dritten Etage mit ovalen Fenstern erweitert. Das Schloss war einige Male total umgebaut. Die letzten baulichen Veränderungen fanden im Jahre 1911 statt.

Den Schlosseingang finden wir im Westflügel. Es handelt sich um eine einfache gewölbte Durchfahrt. Im Erdgeschoss des westlichen Traktes wohnte der Kastellan. Den Ostflügel schmückt seit dem 17. Jh. ein Turm. Der heutige Turm stammt aus dem Jahr 1903. Er hat eine Uhr, eine Blechkegel und eine vergoldete Kuppel. In der Höhe des zweiten Stockwerkes befindet sich eine Terrasse. Das Hauptgebäude bildet der südliche Trakt. Es ist 68 m lang und enthält die meisten Räumlichkeiten. Im 18. Jh. wurden noch Arkaden angebaut. Die linke Tür im Arkadengang führt zur Hauptstiege, die rechte zeigt uns den Weg zu einem Raum (Libuše-Halle), in welchem im Jahre 1817 durch einen Zufall die bekannte und wegen seiner Echtheit viel umstrittene Grünberger Handschrift gefunden wurde. Noch einige Denkmal würdigen Räume sind im Schloss: das Sternberg-Zimmer, das Kaiserzimmer, in dem die österreichischen Kaiser Josef II. und Franz Josef I. schliefen, der Sternberg-Saal, wo seiner Zeit die österreichische Kaiserin Maria Theresia im Jahre 1743 wohnte und der mit einem Deckenfresko geschmückt ist und eine Bücherei. In der Bücherei tagte während des Zdenek von Sternberg im Jahr 1465 die befürchtete Grünberger Einheit. Mitglieder der Grünberger Einheit waren katholische Fürsten und Adeligen, die ein Abkommen gegen dem böhmischen „hussitischen“ König Georg von Podiebrad beschließen.

Im Jahre 1992 wurde hier ein Film nach dem Roman des Schriftstellers Miloslav Švandrlík „Die schwarzen Barone“ gedreht. Auch Teile des französischen Films „Katharina die Mutige“ und der Serie „John Sinclair“ wurden auf dem Schloss aufgenommen.

Die bedeutendsten Räume der Schlossbesichtigung (denkmalgeschützt):
Der Libuse-Saal, in dem die Grünberger Handschrift gefunden wurde, das Sternberg-Zimmer, das Kaiser-Zimmer (hier schliefen bei ihrem Besuch die österreichischen Kaiser Josef II. und Franz Josef I.). Der Sternberg-Saal mit seinem Deckengemälde (war im Jahre 1743 das Schlafzimmer der österreichischen Kaiserin Maria Theresia) und die Bücherei, wo die Grünberger Einheit getagt hat.

Die Adelsgeschlechter auf dem Schloss:
Schwamberg (1420 – 1464)
Sternberg (1464 – 1726)
Martinic (1726 – 1784)
Colloredo-Mansfeld (1784 – 1852)
Auersperg (1852 – 1931)

Derzeit ist das Schloss in der Rekonstruktion.

Ausflug aus Pilsen: http://www.turisturaj.cz/de/clanek/ausflug-kleinods-der-stadt-nepomuk-und-umgebung

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